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Einladung zur 12. Pilzausstellung des Fliegenpilz e.V. 

 
 
 
Termin:

Sonntag,
23.09.2012





 
Öffnungszeit:
 
11.00 Uhr - 19.00 Uhr



 

 
Veranstaltungsort:
 
Hotel Waldhaus
Adersheimer Straße 75
38300 Wolfenbüttel/Niedersachsen



 
 


Echter Zunderschwamm, (Fomes fomentarius)
an Rotbuche. Aus der faserigen Schicht im
Inneren des Pilzes wurde über Jahrhunderte
der lange glimmende Zunder für die Feuer-
herstellung gewonnen.







 


*






 

 


Leitung/Konzept:

Marion Franke-Sochacki
(Geprüfte Pilzsachverständige der DGfM)



Kontakt:
Handy: 0170-2819886
E-Mail: m-franke-sochacki@t-oneline.de

 
 
 
 
Am Sonntag dem 23. September werden wieder Pilze in allen Variationen präsentiert.
Zur 12. Pilzlehrschau des Vereins darf man selbstverständlich besondere Attraktionen und Überraschungen erwarten.
Pilzfreunden, die ihre Artenkenntnisse zu erweitern wünschen, steht ein reiches Angebot an Anschauungs- und Informationsmaterial zur Verfügung. An diversen Tischen der Ausstellung erteilen Vereinsmitglieder, die sich auf die Themen ihrer Stationen spezialisiert haben, nähere Auskünfte. Einem interessierten Publikum wird zusätzlich auch Gelegenheit geboten, eigene Funde bestimmen zu lassen.
Während bei den bisherigen Pilzausstellungen in der Kommisse - Wolfenbüttel
die Frischpilze nach der populärwissenschaftlichen Systematik angeordnet wurden, werden nun im Wintergarten des Hotels Waldhaus die Lehrinhalte zielgruppengerechter vermittelt. In zwei idyllischen Pilzlandschaften werden Arten, die im sauren Nadelwald zu finden sind, den Pilzarten gegenübergestellt, die im basischen Buchenwald vorkommen.
 
                 
Blätterpilze
in der laufenden Systematik 2010
 
  Fransiger Wulstling (Amanita strobiliformis) ungenießbar
 
 

 Das Team:
 
                                    
  Hartmut Buttler, 1. Vorsitzender
des Vereins, beeindruckt durch
umgassende Artenkenntniss und
ist Fachmann für Pilzzucht.
 
  Cristian  Csomor begeistert 2010 und 2011 mit Lichtbildervorträgen
zum Thema Frühjahrspilze.

 
         
                                
  Beate Felgner gehört zu den
fleißigen Sammlern

 
  Dr. Erika Halle, 1. stellv. Vorsitzende
engagiert sich für die Rahmenbedingungen der Ausstellung.
 
       
                   
  Angelika und Andreas Grüttner kennen sich in den Pilzgründen der Heide bestens aus und bringen von dort Funde für die Ausstellung mit.
   
         
                      
  Melanie Jauernig ist seit der
10. Pilzausstellung voll im Einsatz

 
  Wer vielseitig talentiert ist, wird überall gebraucht. Brigitte Ostolski setzt sich in der Vorbereitungsphase ein.
 
         
                   
  Apotheker Dr. Henning Roloff
erteilt Auskünfte über Pilze als Antibiotikabildner; Mutterkorn
und Alkoholische Gärung.
 
  Monika Rotenberg hat den Blick für Raritäten in den Korb kommen nur Pilze wie gemalt.


 
       
        Dem langjährigen Freund des Vereins gilt unser besonder Dank!
  Sigrid Schramm, 2. stellv. Vorsitzende, ist als gelernte Erzieherin die ideale Ansprechpartnerin für die Kinder


 
  Bernd Straube, geprüfter Pilzberter, ist der ideale Ansprechpartner für Speisepilze u. giftige Doppelgänger. Der gute Biotopkenner präsentier alljährlich seine prächtigen, seltenen Funde in der Ausstellung.

 
                   
  Tanja Vollmar zeigt sich stets allen Fragen gegenüber aufgeschlossen.

 
  Christine Wolf betreut seit vielen Jahren die Kasse während der Pilzausstellung und hat für jeden Besucher ein freundliches Wort oder einen lockeren Spruch parat.
 
   

Herzlichen Dank auch an alle anderen fleißigen Mitglieder, die zum Gelingen der Pilzlehrschau beitragen.


 

Lebensweise der Pilze
Symbiosepilze (Mykorrhizapilze) leben in enger Gemeinschaft mit Bäumen und helfen so, den Wald gesund zu erhalten. Folgezersetzer (Saprobionten) sind die Saubermänner der Natur - sie zersetzen organische Abfälle und bilden somit ein riesiges Recyclingsystem. Wieder andere betätigen sich als Parasiten und bringen so die meist vorgeschwächten Bäume zu Fall.

   
Roter Fliegenpilz (Amanita muscaria) giftig
Symbiosepilz von Birke und Fichte
 

Gallenröhrling (Tylopilus felleus) ungenießbar
Symbiosepartner von Fichte, Kiefer, Buche und Eiche meist auf sauren Böden

 
   
Krause Glucke (Sparassis crispa)  essbar
Wurzelparasit an lebenden Kiefern oder
Folgezersetzer an -stubben
  Orangebecherling (Aleuria aurantia)  essbar
Folgezersetzer am Boden
 
 

 
Schopftintling (Coprinus comatus)
jung essbar   Folgezersetzer am Boden



 
  Gestreifter Teuerling (Cyathus striatus) ungenießbar
Folgezersetzer auf morschem Laub- und Nadelholz    

 

 

     
                         

  Pilzberatung

 

 

Es besteht für die Besucher die Möglichkeit eigene Funde mitzubringen und bestimmen zu lassen.

 

 

 

 


 


                                                                                                         Foto: 10. Austellung 2010
Jährlich wechselt die Dekoration der Festtafel mit den Speisepilzen, auf der sich ein Pilzrätsel verbirgt.
 

   
  Pilzausstellung 2011

 

Pilze und deren Haltbarmachung, Pilzrezepte
Durchaus nicht zu kurz kommen die kulinarischen Aspekte. Man kann sich über Zubereitung und Konservierung der verschiedenen Arten informieren und zu neuen Rezepten anregen lassen. Im Herbst 2007 wurde von der Arbeitsgruppe Hartmut Buttler, Jochen Dreyer, Brigitte Ostolski, Peter Rönneburg, Christine Wolf u.a. der 2. Band des Vereins-Kochbuches fertiggestellt.

 

Speisepilze und giftige Doppelgänger   

  

Aufklärung ist der wichtigste Beitrag zum Schutz vor Pilz- vergiftungen. An dieser Station dürfte dem Besucher schnell
klar werden, dass beispielsweise Stockschwämmchen-

und Champignonsammler gefährlich leben. Wussten Sie,
dass beide Arten gefährliche giftige Doppelgänger haben?




 


Der giftige Karbolegerling (Agaricus xanthoderma) riecht unangenehm nach Tinte oder Karbol.
Achten Sie auf das bei Verletzungen intensiv chromgelb verfärbende Fleisch der Stielbasis.

 
 
 


Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) Die hier idealtypischen Schüppchen sind nicht immer so deutlich erkennbar. Verwechselungsmöglichkeiten mit tödlicher Vergiftungsgefahr: verschiedene Häublinge um Galerina marginata.

 

 

 

 

Hier sieht man Perlpilze in diversen Entwicklungsstadien. Wer den schmackhaften Pilz schätzt, sollte sich bewusst sein, dass junge Exemplare jungen Fliegenpilzen sehr ähnlich sehen können.

Perlpilz ( Amanita rubescens )  essbar    

 

Selbstverständlich wird auch der berüchtigte “Grüne Mörder” - der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) und seine ebenso tödlich giftigen Verwandten vorgestellt. Hier beantwortet ein Berater Ihre persönlichen Fragen und Sie können sich auch die Unterschiede zwischen essbaren Pilzen und ihren giftigen Doppelgängern erläutern lassen.

Vergiftungen vorzubeugen ist besser als Vergiftungsopfer medizinisch zu behandeln. Informationsmaterial des Giftinformationszentrum Nord (GIZ-Nord) steht zu diesem Thema zusätzlich zur Verfügung.

Pilze und Naturschutz
Nicht überall und nicht alle Pilze dürfen in Deutschland gesammelt werden. Es fehlen daher auch nicht wichtige Hinweise auf Naturschutz und Sammelverbote und -beschränkungen.

 
 
Pilze unter dem Mikroskop    Pilze und Kunsthandwerk    
PA Stereolupe_1      
Eine faszinierende Welt eröffnet sich unter
der Stereolupe
  Wie in den Vorjahren kann man sehen, welch buntes Spektrum sich mit Farbstoffen aus Pilzen erzielen lässt.  

Rätselspiel für Kinder - Pilzmalbuch
Kinder werden mit einem Rätselspiel durch die Ausstellung geführt und werden Spaß an dem Pilzmalbuch „Punkti und seine Freunde“ haben.

(Autor: Peter Grodde)

 

Pilzsaison ist das ganze Jahr. Unter den ausgestellten Fotos sind auch Frühjahrspilze und Winterimpressionen.      
       

Anemonenbecherling (Sclerotinia tuberosa)
ungenießbar
 

 

Judasohr, Holunderschwamm
(Hirneola auricolajudae)
essbar

   
Im Reich der Düfte
Viele Besucher, die bis jetzt nur den typischen Geruch von Steinpilzen und Maronenröhrlingen kennen, werden je nach aktuellem Pilzaufkommen, erstaunt über den Marzipangeruch des Wurzelnden Fälblings, den Rettichgeruch diverser Helmlinge oder den Anisduft verschiedener Champignons und mehrerer Trichterlinge sein.

Gurkenschnitzling (Macrocystidia cucumis)
ungenießbar

Rosa Rettich-Helmling (Mycena rosea)
giftig

Der Gurkenschnitzling riecht im jungen Zustand
nach Gurken.Bei älteren Exemplaren kann man
einen Geruch nach Fisch wahrnehmen.

Der deutsche Name des  Rosa Rettich-Helmlings
bezieht sich auf seinen Geruch.
 


 Alkoholische Gärung

In der Station Alkoholische Gärung" wird demonstriert, dass Hefepilze eine unverzichtbare Rolle spielen.
Links unten mikroskopische Aufnahme von Back- u. Brauhefe (Saccharomyces cerevisiae) - an diesen Zellkolonien hängt ein ganzer Wirschaftszweig; die Herstellung von Brot, Wein und Bier wäre ohne sie nicht möglich.

Dr. H. Roloff, der kompetente Ansprechpartner für den interessierten Besucher.

 

 

Pilze aus der Sicht der Forstwirtschaft
Wohl eher für Forstleute interessant dürften die Beispiele für Braun- und Weißfäuleerzeuger sein.


 

   
Schwefelporling (Laetiporus sulphureus)   essbar
Braunfäuleerzeuger
  Leberreischling (Fistulina hepatica)  essbar
Braunfäuleerzeuger
 
   
Flacher Lackporling (Ganoderma applanatum) ungenießbar
Weißfäuleerzeuger
  Schmetterlingstramete (Trametes versicolor) ungenießbar
Weißfäuleerzeuger
 

    
             

Pilze - Fluch und Segen der Menschheit
Muttergottesbrand, Magdalenenflechte, Antoniusfeuer – diese Namen deuten darauf hin, dass man früher eine Krankheit, deren eigentliche Ursache eine Pilzvergiftung ist, höheren Mächten zuschrieb. Die Eingeweihten ahnen schon, dass vom Mutterkorn, einem Getreideparasiten, aus dem auch ein Heilmittel gewonnen wird, die Rede ist. Mit Ausschnitten aus dem Isenheimer Altar wird der Blick der Besucher angezogen.

Pilze - Souvenirs
Besucher, die gern ein Souvenir von der Ausstellung mitnehmen möchten, haben im Foyer die Wahl zwischen diversen kunstgewerblichen Objekten.

  Der vereinseigene Kalender: "Speisepilze von Januar bis Dezember",1. Auflage 2009,
  sowie der Geburtsagskalender "Mit Pilzen durch das Jahr", 1. Auflage 2011 sind am Infostand
  erhältlich.
  Näheres siehe Hompage Rubrik Koch- und Malbuch

Pilzaquarelle
Besonders schöne Pilzfunde werden von Monika Rotenberg, die sich auch in der Kartierungs-AG engagiert, als Aquarell verewigt. Einige ihrer Bilder werden wieder gezeigt.

   
 
 
  Flockenstieliger Hexenröhrling
(Boletus erythropus)
   
 
 
   
  Puppenkernkeule (Cordyceps militaris)   Grubenlorchel (Helvella lacunosa)  
 

 

   
  Netzstieliger Hexenröhrling (Boletus luridus)
Kann in Verbindung mit Alkoholgenuss zu Unverträglichkeitsreaktionen führen.
  Birkenpilz (Leccinum scabrum)   essbar

 
   
  Kahler Krempling (Paxillus involutus)  giftig   Fichten-Reizker (Lactarius deterrimus)   essbar
   
  Lärchengoldröhrling (Suillus grevillei)     Butterpilz (Suillus luteus)   essbar
 

 
  Maronen-Röhrling (Xerocomus badius)   essbar   Rotfuß-Röhrling (Xerocomus chrysenteron)  essbar
   
  Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus) essbar       Blutroter Röhrling (Xerocomus rubellus)  essbar

    

 

So mancher Sammler, der bislang nur nach nützlichen Speisepilzen und gefährlichen Giftpilzen unterschieden hat, wird sich vielleicht am Ende der Veranstaltung sagen: „Ist doch schon eine verdammt spannende Geschichte – die Pilzkunde.“
                         
                                                                                                                  Text und Fotos Marion Franke-Sochacki
                                                                                     * Foto Monika Rotenberg

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Wolfenbütteler Schaufenster vom 16.10.2011.pdf726.12 KB
Wolfenbütteler Schaufenster vom 09.10.2011.pdf669.54 KB